Epistemische Lichtverhältnisse

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„Wir können nicht mit völligem Zweifel anfangen. Wir müssen mit all den Vorurteilen beginnen, die wir wirklich haben, wenn wir mit dem Studium der Philosophie anfangen. Diese Vorurteile sind nicht durch eine Maxime zu beseitigen, denn es handelt sich bei ihnen um Dinge, bei denen wir gar nicht auf den Gedanken kommen, daß wir sie in Frage stellen könnten. Also wird dieser Von-vornherein-Skeptizismus [Descartes’] eine bloße Selbsttäuschung sein und kein wirklicher Zweifel; und niemand, der die cartesianische Methode befolgt, wird eher zufrieden sein, als er bisher alle jene Überzeugungen förmlich wieder entdeckt hat, die er der Form nach aufgegeben hat. Der cartesianische Zweifel ist daher eine ebenso nutzlose Vorbereitung, wie wenn ich zum Nordpol reisen würde, indem ich geradewegs auf einem Längengrad hinunterginge.“ (Charles Sanders Peirce, CP 5.264)

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